Der Schriftzug 'Im Fluss' in blauer Kalligraphietext auf hellem Hintergrund.

Ist Ihnen der Text zu lang? Sie finden Sie hier eine Kurzversion

Wenn wir unser Da-sein in der Welt mit einem Fluss vergleichen, gibt es Abschnitte, in denen fließen wir weich, mühelos und gut eingebettet. Wir balancieren Unebenheiten, nehmen verschiedene Richtungen ohne große Anstrengung und kehren immer wieder zurück zu unserer Kraft und zu unserer Mitte. Wir fühlen uns lebendig und getragen. Dann gibt es Phasen, in denen bringt uns etwas aus dem Gleichgewicht- vielleicht ein Verlust oder eine Trennung, ein Übergang in eine neue Lebensphase oder Krankheit. Wir geraten aus unserem sicheren Flussbett. Das Wasser fließt dann unruhig über oder es ist zu wenig davon da.

Betrachten wir die Ufer des Flusses als unsere gesunden Grenzen, ist es unausweichlich, dass wir manchmal diese Ufer über- oder unterschreiten. Wir sind von Natur aus mit Widerstandskraft und Körperintelligenz ausgestattet und können uns selbst aus diesen Zuständen zurück in ein Gleichgewicht helfen. Wenn aber “alles auf einmal” kommt, wir uns in einer akuten Krise empfinden oder Traumafolgen tragen, kann die Fähigkeit der Selbstregulation eingeschränkt sein. Diese Fähigkeit ist bei uns Menschen ganz unterschiedlich ausgeprägt. Unsere individuelle Prägung und Persönlichkeit, Bindungserfahrungen, unsere körperliche Verfassung und äußere Lebensumstände haben Einfluss auf unsere Belastbarkeit.

Wasser spritzt in Nahaufnahme bei Wasserbewegung

Ein aus der Balance geratenes System kann sich in chronischer innerer Unruhe oder Antriebslosigkeit oder im ständigen Wechsel dieser Zustände zeigen, in Konzentrationsschwierigkeiten oder emotionalen Ausbrüchen, in Grübeln und Ängsten, Schlaflosigkeit oder in einem Zustand, sich nicht mehr richtig zu spüren.

Finden wir dann nicht allein zu unserer Mitte zurück und verlieren uns im Strudel oder haben schlicht keine Kraft mehr, hilft oft die wohlwollende Präsenz eines Außenstehenden.

Do not push the river- it flows by itself(Fritz Perls, Gestalttherapeut) - Du brauchst den Fluss nicht anzuschieben- er fließt aus sich heraus.

Dieser Satz ist meine freundliche Einladung an Sie. Wir können das Fliessen nicht erzwingen. Manchmal zeigt sich Stabilität erst langsam und in kleinen Schritten, wenn wir die Schichten unseres Lebens behutsam entwirren. Gemeinsam gestalten wir eine sichere Basis für diesen Prozess: Zuwendung und Wohlwollen mit der eigenen Entwicklung im eigenen Tempo ermöglichen Bewegung in eine neue Richtung.

Blick auf ruhiges Meer mit kleinen Wellen bei Sonnenuntergang oder Sonnenaufgang

Sicherheit im Körper spüren - in diesen Entwicklungen ist freilich unser Körper anwesend. Das ist eine sehr gute Nachricht. Wenn wir eingebettet in die Gesprächstherapie unser Nervensystem über den Körper kennenlernen und beobachten, wie sich Stress oder Rigidität anfühlen, können wir ebenso wahrnehmen lernen, wie sich Entspannung, Verbundenheit und Lebendigkeit anfühlen. Manchmal ist es auch hilfreich, Zustände körperlich auszudrücken. Wenn wir den Körper als Forschungsfeld einbeziehen, beginnen wir die Umstände auf einer tieferen Ebene zu begreifen. Das kann dazu beitragen, dass wir mit der Zeit unsere (Körper)Haltung verändern.

Sicherheit mit dem Gegenüber spüren - wenn wir zusammen arbeiten, bin ich mit Ihnen auf der Suche. Ich weiss nicht mehr als Sie, auch wenn ich fachlich ausgebildet bin. Sie dürfen in unserer gemeinsamen Zeit darauf vertrauen, dass keine Bewertung oder Überzeugungsarbeit geschieht. Ein nachhaltiger Prozess ist einer, in dem Sie selbst eine Lösung finden, die für Sie stimmig ist. Für Ihren individuellen Weg biete ich Ihnen eine unterstützende Struktur und Form.

Sicherheit im Neuen erfahren - wenn Sie während der Sitzungen erleben, den Strudel begleitet und bewusst zu verlassen und wieder in ruhigere Gewässer zu gelangen, machen Sie damit eine gute und korrigierende Erfahrung. Wir sind komplexe Wesen und wir mögen gleichzeitig die einfache Tatsache, dass sich etwas gut und sicher anfühlt. Durch Wiederholung guter Erfahrungen organisieren Sie eingefahrene, stresserzeugende Muster neu. Je öfter Sie diese Erfahrung machen, desto sicherer können Sie dies mit der Zeit nach Aussen tragen und in sich integrieren. Regeneration braucht Zeit und neue Kompetenzen brauchen Übung.

Steinchen, die aufeinander gestapelt sind, am Meeresufer, im Hintergrund der Himmel und das Wasser

Selbstwirksamkeit erleben - im Rahmen dieser Methoden:

Achtsamkeits- und Wahrnehmungsübungen

Systemische Beratung/ Therapie

Ressourcenarbeit

Körper- und Bewegungserfahrungen

Kreativtherapie mit Methoden aus Tanz, Kunst und Poesie

Psychoedukation

Seien Sie willkommen, mit dem, was war, was gerade ist und mit dem was werden will.

Eine Person steht am Flussufer in einer bewaldeten Berglandschaft, trägt einen rosa Hut und blickt auf den Fluss.